000000000 1500 v.Chr. Der erste Teil Deiner Mission führt Dich nach Ägypten. Kharsa steht vor Dir und weiht Dich in Deinen Auftrag ein. "Zu Anfang mußt Du gleich eine heikle Sache erledigen. Siehst Du dort hinten den Tempel ? In ihm soll heute die Nichte von Tutmosis I., Tandra, hingerichtet werden. Königin Hatschepsut hat diesen Befehl gleichzeitig mit der Volljährigkeit des Mädchens erlassen. Ihre Zeit ist noch nicht abgelaufen. Sorge dafür, daß die Hinrichtung nicht stattfindet !" Kharsa hebt Ihre Arme und eine Rauchwolke hüllt Sie ein. Nachdem sich der Nebel verzogen hat, ist sie verschwunden. Du machst Dich auf den Weg zu dem Tempel. Sein Portal ist mit merkwürdigen farbigen Fresken und Hieroglyphen verziert. Du entdeckst eine kleine Tür am Nordende des Gebäudes. @12 Betrete den Tempel durch das Hauptportal 123 Schleiche Dich durch die kleine Tür hinein 001 000000000 Du öffnest die Tür. Das entstehende knarrende Geräusch macht eine Wache auf Dich aufmerksam. Neugierig hält sie Dich an. "Fremder ! Was willst Du im Tempel des Anubis ?" @13 "Oh. Äh. Nichts. Ich wollte nur... Nichts für ungut." 001 "Ich bin Bote der Königin. Tritt zurück, Unwürdiger !" 028 Du versuchst den Posten mit Gewalt zu überwinden. 007 000000000 Mißtrauisch mustert der Posten Dich. "Na ja. Nichts für ungut." meint er schließlich. Erleichtert drehst Du ihm den Rücken zu und bewegst Dich langsam und bedächtig - er könnte seine friedliche Haltung ja noch überdenken - in Richtung des Eingangstores. @5106 014599004 Die Wache überwindet Dich ohne größere Probleme. Ein Hauptmann wird gerufen und entscheidet : "Ab mit ihm zu der anderen Gefangenen. Wir werden ihn hinrichten." @212-10@5703 Nach hartem Ringen besiegst Du den Posten. @20700903-09@5001 084599009 Andere Posten haben die Schreie Ihres Kameraden gehört und eilen ihm zu Hilfe. Wütend reißen sie Dich zu Boden und schlagen auf Dich ein. Ein blutiger Schleier entsteht vor Deinen Augen, mühsam hälst Du Dich bei Bewußtsein. Als es ihnen genug erscheint, lassen sie von Dir ab. Ein kommandierender Offizier hält Dir seinen Dolch an die Kehle. "Du Hund ; der Tod wäre zuviel für Dich." stößt er hervor. "Männer, ab mit ihm, Anubis werden heute zwei Opfer gebracht werden." @205-17@5692 000000000 Ängstlich siehst Du nach rechts und nach links. Doch wie durch ein Wunder hat keiner Deine Tat mitbekommen. Du zerrst den Körper des Wachposten hinter eine Säule und durchschreitest die Tür. @5017 030046011 Verduzt sieht die Wache Dich an. "Ich kenne Dich nicht !" Der Mann dreht sich um und ruft einen Namen. Sofort kommt ein weiterer Posten. Nachdem ihm die Lage klargemacht wurde, wiederholst Du Deine Behauptung. @5001 070038005 "Zweifelst Du daran ? Laß ihn lieber sofort passieren, sonst gibt's dicke Luft !" Wortreich entschuldigen sich die beiden bei Dir und lassen Dich durch die Tür gehen. @20700213-02@5006 000000000 "Lügner ! Spion !" Sofort wimmelt die Gegend von Wachposten. Man verdreht Dir den Arm auf dem Rücken. Verärgert über Dich und Dein Pech läßt Du den Kopf hängen. @205-06@5671 000000000 Hinter der kleinen Tür befindet sich eine Treppe, die Dich nach unten führt. Du steigst die engen Lehmstufen hinab. Die Wände rechts und links sind mit Figuren und Zeichen versehen. Je weiter Du Dich bewegst, desto dunkler wird es. Plötzlich spürst Du, daß die Treppe zu Ende ist. Allerdings kannst Du keinen Boden erkennen. @12 Springe hinunter 012 Gehe die Treppe wieder hinauf 001 000000000 Verärgert drehst Du Dich um und stapfst die Treppe wieder nach oben. Nach kurzer Zeit bist Du wieder an der kleinen Türe angelang und stößst sie ungestüm auf. Blinzelnd tritts Du wieder ins Sonnenlicht. @213-0907-09@5001 044599012 Überrascht stellst Du fest, daß der bisher menschenleere Tempelvorplatz plötzlich voller Gläubiger und Bewaffneter ist. "Ein Spion." Sofort wirst Du von einem Trupp Soldaten umringt. "Führt ihn ab." schnauzt ein bärtiger Mann. @207-02@5649 064099505 Krachend fällst Du auf den - mit Holzbohlen ausgelegten - Boden. Benommen faßt Du Dir an den Kopf. Als Du schwankend wieder auf die Beine kommst, stellst Du fest, daß man Dich erwischt hat ! Zwei schwerbewaffnete Posten nehmen Dich in Ihre Mitte und führen Dich ab. @207-0412-02@5643 000000000 Eine Vorahnung lässt Dich hinter die nächste Säule hechten. Erstaunt stellst Du fest, daß der Tempelvorplatz inzwischen dichtbevölkert ist. Glücklicherweise hat niemand Deinen Auftritt bemerkt. Du reihst Dich in den Zug der Menschen ein, die in den Tempel zum Opfer zu Ehren des Anubis filieren. Plötzlich siehst Du, wie eine alte Frau, geschwächt durch die unerträgliche Hitze zusammenbricht. Keiner der Menschen kümmert sich jedoch um sie. Auch die zahlreichen Wachen machen keine Anstalten, der Frau zu helfen. @12 Versuche, der Frau zu helfen 001 Kümmere Dich nicht weiter um die Frau 104 000000000 Du verläßt Deinen Platz in der Menschenschlange, die sich in den Tempel bewegt und gehst auf die wimmernde Frau zu. Als Du Dich über sie beugst erkennst Du, daß sie nur noch schwach atmet. Schnell ziehst Du Deine Wasserflasche und flößt ihr ein wenig Flüssigkeit ein. Die Frau öffnet mühsam ihre Augen und sieht Dich lächelnd an. "Danke, mein Sohn. Möge Re mit Dir sein." Sie fährt mit ihrer zitternden Hand über Deine Stirn. Vorsichtig hilfst Du ihr, auszustehen. Als Du Dich aufrichtest, siehst Du Dich einer grimmig schauenden Wache entgegen. @2050130801013003@5001 126099006 Erschrocken fährst Du zurück. "Frevler. Beleidiger des Anubis. Nur Dein Tod kann Sühne genug sein." fährt Dich der Mann an. Er schnippt zweimal mit den Fingern und sofort stehen zwei andere Wachposten bereit, die Dich auch umgehend abführen. @5613 000000000 Sofort reagierst Du. Da keiner der Menschen der Frau helfen wollte, kann nur eine harte Strafe der Grund für ihr Zögern sein. Du faltest Deine Hände und verbeugst Dich tief, dem Tempel zugewandt. "Oh gütiger Anubis. Deine Weisheit und Dein Großmut haben dieser Frau das Leben gerettet. Die sei Dank !" Überrascht blickt Dich der Posten an, stimmt dann aber schleunigst in Dein Dankgebet ein. Nach einigen Verbeugungen nimmst Du mit demütig gesenktem Kopf Deinen Platz in der Prozession wieder ein. @208002@5078 000000000 Leise und vorsichtig betrittst Du den Tempel. Eine majestätische Ruhe empfängt Dich. Nur irgendwo über Dir hörst Du leise und weit entfernt fröhliche Gesänge. Verwundert blickst Du Dich um, kannst aber keine Treppe oder etwas anderes, was nach oben führen würde, entdecken. Die einzige Öffnung hier im kreisförmigen Innenraum ist die Tür, durch die Du hineingekommen bist. Stattdessen gehst Du auf die große goldene Statue an der Innenwand des Tempels zu. Es ist eine riesiges Abbild des Gottes Anubis. Rechts und links von ihr ist die Wand mit Täfelchen aus einem hellem weißen Material - Du vermutest Elfenbein - geschmückt. @12 Untersuche die Statue 216 Untersuche die Wandtäfelung 001 000000000 Vorsichtig tastest Du eine Tafel nach der anderen ab. Sie fühlen sich glatt und kühl an. Jedoch kannst Du an keiner etwas besonderes entdecken. Als Du schon resigniert aufgeben willst, schwingt ein Täfelchen zur Seite und gibt den Blick auf einen kleinen einfachen Schließmechanismus frei. Du beginnst, ihn zu betätigen, als plötzlich von draußen Stimmengewirr und Rufe vieler Menschen hereindringen. @213002@5001 123599015 Du beginnst, nervös zu werden. Schweißperlen treten auf Deine Stirn. Du bist Dir sicher, daß Deine Entdeckung höchst unangenehme Folgen für Dich haben wird. @5001 023599010 Deine zerrütteten Nerven halten nicht mehr. Zu allem Überfluß bricht auch noch ein Teil des Mechanismuses ab. Einige der Ankömmlinge haben Dich nun entdeckt. Ihre erstaunten Rufe alarmieren die Tempelwachen. Zwei große Männer nehmen Dich in ihre Mitte. Ein rattenäugiger Mann in einem langen weißen Kittel fährt Dich an. "Unwürdiger ! Wolltest Du versuchen, den Tempel des Anubis zu entweihen ?" Du setzt zu einer beschwichtigenden Antwort an, da wirst Du auch schon von den beiden Hünen davongezerrt. @207-002@5564 000000000 Ein leises "Klick" zeigt Dir an, daß Du den Mechanismus ausgeschaltet hast. Dennoch passiert nichts. Überrascht drückst Du noch einmal auf das Plättchen. Und tatsächlich : ein großer Teil der Wand läßt sich plötzlich um eine in der Mitte gelegene Achse drehen. Sofort benutzt Du diese kleine Drehtüre und gelangst in einen langen dunklen Gang. Schnell passt Du die Tür wieder der Wand an, so daß keiner merken wird, daß Du hier drinnen bist. Erleichtert läßt Du Dich zu Boden sinken. Du ruhst ein paar Augenblicke aus und beginnst dann, den dunklen Gang entlang zu kriechen. Tastend und stolpernd bewegst Du Dich durch die absolute Schwärze. Plötzlich spürst Du ein paar Gegenstände unter Deinen Händen. Du betastest sie und stellst fest, daß sie sich wie die kleinen weißen Täfelchen im Tempel anfühlen. Überrascht räumst Du sie beiseite. Nach wenigen Zentimetern fühlst Du erneut ein paar Täfelchen am Boden liegen. Diesmal fühlen sie sich aber noch roh und kantig an. Nachdem Du vier, fünf dieser halbfertigen Platten durch Deine Fingern gleiten gelassen hast, stößt Du plötzlich auf etwas größeres, runderes. Du tastest es ab und plötzlich weißt Du, was Du hier gefunden hast : menschliche Schädel, aus denen Teile ausgeschnitten und zu Wandverzierungen verarbeitet werden. Erschrocken fährst Du auf und willst weiter in den Tunnel hineinrennen. Du mußt jedoch feststellen, daß hier nur noch ein paar Schädel liegen un kein weiterer Durchgang zu finden ist. Angeeckelt eilst Du zurück zu der Drehtür. @212-07@5001 043599007 Beinahe in Panik stößt Du die Tür auf - und mußt erschrocken feststellen, daß der Raum inzwischen mit vielen schweigenden Menschen gefüllt ist. Auf den Lärm der aufschwingenden Drehtür hin, drehen die Umstehenden sich Dir zu. Das bemerkt auch ein in der Nähe stehender Tempeldiener. Er wirft sich auf Dich und überwältigt Dich in Deiner Überraschung sofort. @205-01@5533 000000000 Du drehst die Tür ein kleines Stückchen auf - und hälst überrascht inne. Der ganze Tempelinnenraum ist inzwischen voller Menschen, die schweigend auf etwas warten. Ganz langsam und ruhig drehst Du die Tür soweit, daß Du unbemerkt hinausschlüpfen kannst. Vorsichtig mischt Du Dich unter die Leute. @5008 000000000 Langsam betreten alle den Tempel. Neugierig schaust Du Dich um und betrachtest den kreisförmigen Innenraum des Tempels, dessen einziger Ausgang die Eingangstür ist. Blickfang ist zweifelsohne die riesige Statue des Gottes Anubis. Ansonsten ist der Raum eher karg eingerichtet und enttäuscht Deine Erwartungen ein wenig. @5001 000000000 Nach einiger Zeit des Wartens spürst Du plötzlich, wie die Menschen um Dich herum in gespannte Erregung fallen. Ein Mann neben Dir beginnt, Worte vor sich hinzumurmeln. Andere schwanken ein wenig von rechts nach links. Auf einmal ertönt ein tiefes Brummen, das langsam lauter wird. Plötzlich steht ein weißgekleideter Mann vor der riesigen Anubis-Statue. Er ist nicht sehr groß, hat ein rattenähnliches Gesicht und strahlt trotzdem eine gewisse majestätische Ehrwürdigkeit aus. Langsam hebt er beide Hände und beginnt einen Sprechgesang, in den die Menschen um Dich herum unisono einfallen. Um nicht aufzufallen, versuchst Du, ihn nachzuahmen, was Dir auch ganz brauchbar gelingt. Plötzlich werfen sich alle zu Boden. Reflexartig schmeißt Du Dich ebenfalls hin. Verwundert stellst Du fest, daß neben dem weißgekleideten Priester plötzlich ein Sarkophag steht. Schemenhaft kannst Du eine Gestalt erkennen, die in ihm liegt : Tandra ! Nervös überlegst Du, wie Du sie noch retten kannst. @12 Springe auf und versuche mit ihr zu fliehen 001 Warte das Weitere ab 089 Kurzentschlossen springst Du auf und rennst auf den Sarkophag zu. Ein schneller Blick zeigt Dir, daß Tandra - wohl unter Drogeneinfluß - benommen und reaktionslos im Sarkophag liegt, aber noch am Leben ist. Du bückst Dich und reißt die leblose Gestalt empor. Der maßlos überraschte Priester neben Dir ist unfähig zu reagieren. Du wirfst Tandra über Deine Schulter und versuchst durch die erstarrte Menschenmenge zu entkommen. @2030061100213002@5001 014099008 Nach ein, zwei Schritten merkst Du, daß Du Deine Kräfte maßlos überschätzt hast. Die Last des reglosen Körpers verlangsamt Deine Bewegungen dermaßen, so daß der Überraschungsmoment Deines Auftrittes verloren geht. Von überall her eilen nun Tempelwachen auf Dich zu. @207-003@5001 036099021 @5011 Mühelos trägst Du Tandra in Richtung Ausgang. Allerdings ist der Tempel dermaßen voll, daß Du Probleme bekommst, den erstarrten Menschen auszu- weichen. Du gerätst ins Wanken und spürst plötzlich, wie Du das Gleichgewicht verlierst. Krachend schlägst Du auf den Boden auf. Tandras lebloser Körper über Dich. Benommen bleibst Du kurz liegen. Dann reißt Du Dich zusammen und springst schnell auf. Erschrocken stellst Du fest, daß sich inzwischen von überall her Wachen nähern. @207-002@5001 036499011 @5001 000000000 Chancenlos bist Du den wütenden Angriffen der Wachen ausgesetzt. Als Tempelschänder hast Du keinerlei Gnade zu erwarten und nur Dein Tod ist Opfer genug, um Anubis Deine Sünde vergessen zu lassen. Vor Schmerzen zusammengekrümmt und weitere Schläge einsteckend siehst Du, wie zwei Priester Tandra zurück in den Sarkophag schleppen. Verzweifelt erkennst Du, daß nicht nur Dein Auftrag mißlungen ist, sondern auch Dein Leben an dieser Stelle zu Ende gehen wird. @205-99@6 000000000 Plötzlich schreit ein Mann, etwa dreißig Meter von Dir entfernt auf. "Ein Zeichen. Anubis ! Anubis !" Begeistert stimmt die Menge mit in den Ruf ein. Alle scharren sich um Dich und Tandras Gestalt. Den Wachen, teilweise selbst von der plötzlichen Ergriffenheit des Augenblicks gepackt, gelingt es nicht mehr, sich Dir zu nähern, da Du völlig durch menschenliche Körper abgeschirmt wirst. Die Gläubigen fallen vor Dir zu Boden und berühren den Saum Deines Anzugs. Ungläubig versuchst Du zu verstehen, was passiert ist. Dein plötzlicher und gewagter Auftritt hat anscheinend auf die einfachen und leicht zu manipulierenden Gemüter dieser Menschen wie ein Zeichen ihres Gottes gewirkt. Du bedeutest ihnen, weiterzumachen und bückst Dich herunter, um Dich um Tandra zu kümmern. Ihr scheint es relativ gut zu gehen. Jetzt wo Du etwas Zeit hast, betrachtest Du die Nichte von Tutmosis. Sie ist eher klein, hat ein ein wenig dümmlich wirkendes Gesicht - Du bist Dir nicht ganz sicher, ob es nur eine Auswirkungen der Drogen ist - und ist in ein schlichtes Leinengewand gekleidet. Du rüttelst an ihren Schultern. Mit einem überraschten Grunzen öffnet sie ihre Augen. "Was ...? Wo ...?" Du beruhigst sie und erklärst ihr kurz die Lage. Plötzlich wirst Du von einer wütenden Stimme unter- brochen. "Was geht hier vor ?" Erstaunt blickst Du auf und erkennst eine prächtig gekleidete Frau. @5001 014099012 Wütend knurrst Du sie an : "Wer sind Sie ? Wie wagen Sie es mit einem Boten Anubis' zu sprechen ??" Du siehst, wie der Frau das Blut in den Kopf schießt. "Lebensmüder ! Ich bin Hatschepsut ! Pharaonin und Göttin !!!" Die Menschen sind während Euerm Streit ängstlich zurückgewichen. Erschrocken ahnst Du, was passieren wird. "Aaber, ich wußte doch nicht..." Du versuchst, eine Entschuldigung zu stammeln. Dies raubt Dir den letzten Rest Deines Charismas. Königin Hatschepsut lacht Dir ins Gesicht. "Narr !! Wachen, bringt den Mann um." Du siehst zwei bewaffnete Soldaten auf Dich zueilen, da wirst Du von einer dritten, hinter Dir stehenden, erstochen. Sterbend fällst Du zu Boden. @205-99@6 000000000 Sofort schaltest Du : Königin Hatschepsut. Du wirfst Dich auf die Knie. "Oh große Königin. Anubis bewundert Deine Großmut und Deine Entschiedenheit. Ich soll Dich bitten, auf dieses Opfer zu verzichten, da Anubis keinen Beweis Deiner Verehrung braucht. Er hofft auf Deine unerschöpfliche Weisheit." Ein amüsiertes und geschmeicheltes Lächeln huscht über das Gesicht Hatschepsuts. "Nun denn, edler Bote. Sage Anubis, die Göttin Hatschepsut habe ihn angehört und verzichtet in ihrer Großzügigkeit auf dieses Opfer." Sie nickt Dir mit dem Kopf zu und Du glaubst zu erkennen, wie sie Dir zuzwinkert. Du verbeugst Dich erneut, hilfst Tandra auf die Beine und trägst sie durch ein Spalier staunender Menschen aus dem Tempel. Ein Mann rennt Dir nach. "Oh edler Herr. Gestattet mir, im Dienste Anubis' für sie zu sorgen." Du erkennst, daß dies eine gute Idee ist. "Anubis wird Dich reich belohnen. Es sei wie Du sagtest." Du küßt der benommenen Tandra auf die Stirne und gehst in die Wüste hinein. @5547 000000000 Der Sprechgesang der Gläubigen wird immer lauter. Plötzlich herrscht unvermittelt Schweigen. Die Statue Anubis' beginnt zu beben und plötzlich hebt sich eine Teil seines Fußes. Überrascht starrst Du in die Öffnung. Sonnenhelles Licht dringt Dir entgegen. Langsam wird eine schemenhafte Silhouette sichtbar. Du erschrickst, als Du den Kopf erkennst - "das ist nichts Menschliches" fährt es Dir durch den Kopf. Zwei spitze Ohren, lange,scharfe Zähne und eine weit vorgeschobene Schnauze - ein Schakalskopf. "Anubis ! Anubis !" Ein Raunen geht durch die Menge. Du kannst den Blick jedoch nicht abwenden. Und langsam ahnst Du, wer das ist : Hatschepsut mit einer Maske. Anerkennend nickst Du mit dem Kopf - gute Idee, den Aberglauben der Menschen auszunutzen. Die Königin bewegt sich langsam und erhaben auf den Sarkophag Tandras zu, begeleitet von erneut einsetzendem Sprechgesag der Menge. Nachdem sie ihn erreicht hat, richtet sie sich zu voller Größe auf. Der Schakalkopf ist nun der Menge zugewandt. "Ich komme, um mir zu holen, was meines ist." Die Stimme überrascht Dich : sie klingt nicht so, wie ein Totengott sprechen sollte. Aber natürlich kann Hatschepsut nicht auch noch ihre Stimme verkleiden. Ihre Hand gleitet unter ihr Gewand. Erschrocken erkennst Du, was Sie herausholt : ein riesiges Schlachtermesser ! @12 Springe auf und überwältige Hatschepsut 429 Warte ab 001 000000000 Langsam hebt Hatschepsut die golden schimmernde Klinge. Starr vor Schreck bist Du unfähig, jetzt noch etwas zu unternehmen. Kein Mensch im Tempel wagt es, einzuatmen. Blitzschnell stößt die Anubisfigur das Messer in den Sarkophag. Du hörst keinen Schmerzenslaut von Tandra, die Drogen müssen zu stark gewesen sein. Plötzlich bricht ein Freudenjubel unter den Menschen aus. Die als Anubis verkleidete Hatschepsut wirft den Kopf in den Nacken und stößt ein Triumphgeheul aus. Aus der Statue hinter ihr dringt plötzlich roter Rauch und als der sich verzogen hat, ist sie verschwunden. Mit hängendem Kopf verläßt Du den Tempel und gehst niedergedrückt in die Wüste. @5503 000000000 Du tastest die Statue sorgfältig ab. Auch nach minutenlanger Suche kannst Du nichts entdecken. Wutentbrannt schlägst Du gegen die Figur. Erstaunt bemerkst Du, daß sich plötzlich ein Teil der Anubisstatue anhebt - Du bist zufällig auf einen versteckten Schalter gestoßen ! Schnell schlüpfst Du in die entstandene Öffnung. Damit keiner bemerkt, daß Du hier drinnen bist, drückst Du den Eingang schnell zu. Seltsamerweise ist es hier drinnen nicht dunkel, ein schummriges Licht kommt von irgendwoher. Du erkennst eine Treppe, die nach oben führt. Kurzentschlossen steigst Du sie hoch. Oben angekommen siehst Du Dich einer hölzernen Tür gegenüber. Hinter ihr vermutest Du die Quelle der fröhlichen Gesänge. @12 Öffne die Tür 001 Lausche an der Tür 015 000000000 Du stößt die Tür auf. Die Gesänge ersterben abrupt. Zwei Frauen, wohl die Urheber der Lieder, sehen Dich überrascht an. Sie tragen Rüstung und sehen auch im übrigen nicht so aus, wie Du Dir Kammerfrauen einer Pharaonin vorgestellt hast. Denn die Frau, die auf dem luxeriösen Bett liegt, kann keine andere sein als Hatschepsut. Überascht fährt sie auf. Du musterst sie neugierig. Hochaufgeschossen und kurzhaarig würde sie fast wie ein Mann wirken, wenn da nicht die kakaofarbige weich schimmernde Haut und die aufwendig geschminkten Augen wären. "Ein Fremder wagt es, die Gemächer der Königin zu betreten !" Wütend stößt sie diese Worte hervor. "Nehmt ihn fest !" Die zwei Leibwächterinnen stürzen sich auf Dich und haben Dich schnell überwältigt. "Hinaus mit ihm ! Opfert ihn Anubis." Die beiden Frauen ziehen Dich hinter sich her. @202-05@5341 0000000000 Vorsichtig preßt Du Dein Ohr gegen die Tür. Du hörst, wie zwei Frauen singen und eine dritte mit ihnen redet. "..das reicht. Danke. Ich werde mich jetzt noch ein wenig ausruhen." Daraufhin hören die beiden Sängerinnen auf zu singen und Du hörst wie eine Tür geht, gefolgt von leiser werdenden Schritten. Du hast längst erraten, wer die dritte Frau sein muß - Königin Hatschepsut ! Leise drückst Du die Tür auf und schlüpfst hinein. Du befindest Dich in einem riesigen Gemach, in das zwei Türen führen. Durch die eine bist Du gerade gekommen, die andere liegt an der genau gegenüberliegenden Wand. Der ganze Raum ist mit den kostbarsten und filigransten Figuren geschmückt, die Du je gesehen hast. In der Mitte steht ein riesiger Diwan, der mit roter Seide bezogen ist. Eine Unmasse von Kissen liegen auf dem Bett und inmitten von alledem - Hatschepsut. Interessiert betrachtest Du sie : eine große, ein wenig männlich wirkende Frau. Aus ihrem leichten übergewand ragen zwei lange, braune Beine heraus. Du überlegst, was Du hier tun könntest. @202006@12 Versuche, Hatschepsut als Geisel zu nehmen 001 Warte, bis sie aufgewacht ist 063 066999019 Ungeschickt beugst Du Dich über sie. Blitzschnell rollt sie sich zur Seite. Du willst sie packen, da rammt sie Dir ihre Beine in den Magen. Röchelnd brichst Du zusammen. Als Du wieder auf die Beine kommst, steht sie mit gezücktem Dolch vor Dir. Jetzt kannst Du erstmals ihr Gesicht sehen. Ihre schwarzen Haare sind streichholzkurz und ihre geschminkten grünen Augen blitzen zornig. "Du Mörder ! Glaubst Du, eine Göttin würde sich so leicht überwältigen lassen ?" Ihre Stimme ist scharf und kalt. Du bekommst langsam Angst. Ein spöttisches Lächeln verzieht ihren Mund. "Mit Würmern wie Dir werde ich ohne weiteres fertig." Sie versetzt Dir einen Stoß, so daß Du taumelst und hinfällst. Du versuchst, wieder aufzustehen, da knallt ihr Fuß gegen Deinen Kopf. Dein Bewußtsein flackert, verschwindet aber nicht. Mühsam krallst Du Dich an das Bett und versuchst, Dich hochzuziehen. Plötzlich spürst Du, wie Hatschepsut Dich an Deinen Haaren greift und hochzieht. Du bist überrascht, wie stark diese Frau ist. Sie stößt ein triumphierendes Lachen aus. Du siehst, wie sie den Dolch an Deinen Hals hält und spürst, wie sie Dich mit einem Stoß köpft. @205-99@6 000000000 Blitzschnell fährst Du ihr mit einer Hand an den Mund, mit der anderen packst Du ihre Hände. Erschrocken fährt sie auf. Ihre geschminkten grünen Augen sehen Dich überrascht aber nicht erschrocken an. Du drückst ihren Kopf ins Kissen und suchst sie mit der anderen Hand nach einer Waffe ab. Und tatsächlich - in einer Falte ihres Gewands findest Du einen silbernen Dolch. Du hälst ihn ihr an den Hals. Wütend sieht sie dich an. "Was willst Du ?" stößt sie hervor. "Verzichte auf Tandra's Tod !" Ihre Augen blitzen auf. "Niemals !" Du überlegst. Wenn Du sie umbringst, dann ist auch Tandras Schicksal besiegelt. @5001 025899013 "Gib sie frei ! Das ist Deine letzte Chance !" stößt Du hervor. "Eher sterbe ich, als daß ich dieses Miststück verschone." Ihre Augen lassen keine Spur Angst erkennen. Mit einer unwillkürlichen Bewegung stößt sie ihren Hals in den Dolch. In Sekundenschnelle ist sie verblutet. Plötzlich fliegt die Tür auf. Zwei Wachen stehen im Eingang. Als sie sehen, was passiert ist, stürmen sie auf Dich zu. Du denkst aber gar nicht an Flucht, da Dir klargeworden ist, daß keine Chance mehr besteht, Tandra zu retten. Du nimmst Dir den Dolch, mit dem Hatschpsut sich erstochen hat und rammst ihn Dir zwischen die Rippen, da Dir klar ist, daß die Rache der Wachen um einiges schlimmer wäre. @205-99@6 000000000 Plötzlich kommt Dir eine teuflische Idee. Du setzt ihr den Dolch ins Gesicht. "Und wenn ich Dir ein neues Gesicht verpasse ? Wie würde Deinem Volk ein Monster als Königin gefallen." Du siehst, wie sie ihre Augen angeekelt verzieht. "Du ... räudger Hund. Nun gut, es sei. Ich gebe Dir mein Wort, daß Tandra nichts geschehen wird. Im Gegensatz zu Würmern wie Dir hält eine Göttin ihr Wort." Du ziehst den Dolch zurück und musterst sie. Eigentlich bist Du überzeugt, daß sie ihr Wort halten wird. Du verbeugst Dich kurz und verabschiedest Dich mit den Worten "Meine Königin möge mir verzeihen, daß ich so unhöflich war." Du verläßt den Raum durch die Tür durch die Du gekommen bist und schlüpfst aus der Anubisstatue. Du siehst von draußen viele Menschen, die sich dem Tempel nähern. Schnell verläßt Du ihn und versteckst Dich hinter einem nahegelegenen Hügel. Nach wenigen Minuten wird Tandra von einer Wache aus einer kleinen Seitentür des Tempels gestoßen und dann freigelassen. Zufrieden trabst Du in die Wüste hinein. @203-0813-0709-05@5396 000000000 Ruhig abwartend setzt Du Dich auf einen der dreibeinigen Polsterhocker. Du betrachtest Dir noch einmal in Ruhe die schlafende Hatschepsut. Ihr schwarzes Haar ist extrem kurz geschnitten, ihre Augen sind geschminkt - wohl als Vorbereitung für eine festliche Zeremonie. Momentan trägt Hatschepsut ein rotes Übergewand, was an ihr allerdings ziemlich edel aussieht, wie Du überrascht bemerkst. Als Du die Königin so ein paar Minuten angeschaut hast, schlägt sie plötzlich unvermittelt ihre Augen auf. Überrascht blickt sie Dir ins Gesicht. @20200312002@5001 110035097 @5001 100038095 "Guten Tag meine Königin !" Du lächelst sie an. Erstaunt zieht Hatschepsut ihre linke Augenbraue hoch. "Guten Tag Fremder ! Kann ich Euch irgendetwas anbieten ? Wer die Königin beehrt, soll auch einen guten Eindruck von ihr haben." Sie richtet sich auf und sieht Dich fragend an. @12 Nein, danke 001 Ja, gerne 008 000000000 Abwertend mißt sie Dich von unten bis oben. "Banause. Was maßt Du Dir an ?" Ein kurzer, scharfer Ruf von Ihr alarmiert die Wachen. "Nehmt ihn mit und opfert ihn Anubis. Er ist ein Frevler." Überrascht und verwundert blickst Du ihr ins Gesicht. Kalt funkeln Dich ihre grünen Augen an. @202-03@5228 000000000 Sie nickt zufrieden. "Gut. Ich werde mich persönlich darum kümmern." Überrascht nimmst Du diese hohe Ehrung wahr. "Vielen Dank, meine Königin und Göttin." Sie lächelt Dir zu und verläßt das Zimmer durch die Tür, aus der ihre Kammerdienerinnen verschwunden sind. Kurze Zeit später öffnet sich die Tür erneut und Hatschepsut kommt zurück. In ihrer Hand hält sie ein Glas mit einer grünlichen Flüssigkeit. Aber das weitaus Bemerkenswertere ist ihre Kleidung. Sie hat das rote Gewand abgelegt und trägt nun eine Rüstung aus filigranen Goldplättchen, die sich geschmeidig ihrem Körper anpassen und Beine und Arme völlig freilassen. Du setzt ein anerkennendes Lächeln auf, welches die Königin erwidert. Sie reicht Dir das Glas mit der süßlich riechenden Flüssigkeit. Du setzt das Glas an den Mund und trinkst einen großen Schluck. Als Du getrunken hast, stellst Du es auf einen kleinen Tisch, der mit verschiedensten Satuetten vollgestellt ist. "Nun Fremder, was führt Dich in die Gemächer der Göttin und Königin ?" @12 "Der Wunsch, meine Königin zu sehen." 013 "Eine Bitte, die ich meiner Königin vortragen möchte." 001 000000000 "Nun, dann lasse sie mich hören." Du siehst ihr in die Augen und sagst ihr, daß Du um die Freilassung Tandras bittest. "Tut mir leid, Fremder. Ich kann Anubis nicht das stehlen, was ihm zusteht. Eigentlich müßte ich Dich für solch einen gotteslästerlichen Wunsch hinrichten lassen. Aber ich gewähre Dir Gande. Geh und kehre nicht wieder ! Das nächste Mal würdest Du nicht mit dem Leben davonkommen." Enttäuscht verabschiedest Du Dich von Hatschepsut. Sie ruft eine ihrer Kammerdienerinnen, die Dich durch die andere Tür über einige Geheimtüren nach draußen führt. Du wirfst einen traurigen Blick auf den Tempel und machst Dich dann auf in die Wüste. @5325 000000000 Geschmeichelt nickt Dir Hatschepsut zu. "Nun, wie gefällt Dir das Ergebniss Deiner Betrachtung ?" "Meine Königin, dies zu beschreiben bin ich nicht Poet genug." Hatschepsut lässt ein glockenhelles Lachen hören. "Gut gesagt, Fremder. Aber nur um mich zu sehen, wagst Du bestimmt nicht, als Spion hingerichtet zu werden. Sag mir, was Du wirklich willst." @5001 024099016 "Mein Wunsch ist es, Dich um das Leben Tandras zu bitten." Enttäuscht schließt Hatschepsut die Augen. "Dies zu gewähren ist mir unmöglich. Tandra muß sterben." Ungläubig schaust Du ihr in die Augen. Du erkennst einen unmäßigen Haß auf Tandra und mußt erkennen, daß Deine Bitte wohl keine Chance auf Erfüllung hat. Die Königin dreht sich um und meint mit beherrschter Stimme : "Schade, ich dachte, daß... aber lassen wir das. Du mußt gehen. Wenn Dich ein Priester in den Gemächern der Königin sieht, mußt Du sterben." Du verbeugst Dich vor Ihr und küßt ihr die Hand. Hatschepsut schnippt zweimal mit den Fingern und eine ihrer Kammerfrauen steht plötzlich am Türeingang. "Hinda wird Dich aus meinen Gemächern führen." Enttäuscht verläßt Du mit der Dienerin die Räume der Königin und wirst von Hinda über ein kompliziertes Gängesystem nach draußen geführt. Du siehst keine Chance mehr, Tandra zu retten und läufst in die Wüste hinein. @5302 000000000 "Wieso sollte mir der Wunsch, Euch zu sehen, nicht mein Leben wert sein ?" Du lächelst Hatschepsut an. Die Königin bricht in schallendes Gelächter aus. "Wirklich gut. Du bist sehr schlagfertig, Fremder ! Jemand, der so verschmitzt ist, hat die Gewissheit, daß die Königin ihm einen Wunsch erfüllen wird. Sprich : was wünschest Du ?" Zufrieden atmest Du auf - eine Königin hält ihr Wort. "Es ist so, meine Göttin, daß ich hoffe, von Euch das Leben Tandras geschenkt zu bekommen." Plötzlich verschwindet jeder freundliche Zug aus Hatschepsuts Gesicht. Ihre Augen funkeln zornig. "Du Verräter. Das Miststück, die Thronräuberin, willst Du ? Nun gut, ich habe Dir mein Wort gegeben. Nimm sie und verschwinde !" Sie ruft ihre Kammerdienerinnen, die Dich auf Hatschepsuts Befehl zu Tandra führen. Gemeinsam werdet ihr aus dem Tempel geführt. Fragend sieht Tandra Dich an. Du betrachtest sie. Sie ist ziemlich klein und wirkt nicht gerade intelligent. Du faßt sie an den Schultern. "Höre Tandra : durch eine Gnade Anubis' bist Du heute frei- gekommen. Höre auf meinen Rat und versuche, Königin Hatschepsut so gut es geht aus dem Weg zu gehen." Sie lächelt Dich an und verbeugt sich kurz vor Dir. Dann drehst Du Dich um und gehst zurück in die Wüste. @213009@5289 000000000 "Los aufstehen !" fährst Du sie an und erkennst sofort, daß das ein tödlicher Fehler war. Blitzschnell ist Hatschepsut aufgesprungen und hat einen scharfen silbernen Dolch aus ihrem Gewand gezogen. "Spion. Verräter." fährt sie Dich an und rammt Dir den Dolch in den Unterleib. Von Schmerzen gebeutelt brichst Du zusammen. @205-9902-02@6 000000000 Elegant federst Du auf den Boden ab. Vorsichtig blickst Du Dich um und stellst zufrieden fest, daß keiner Dich gehört hat. Du befindest Dich in einem kleinen Tunnel, der schräg nach unten führt. Du bewegst Dich langsam und vorsichtig weiter. Schließlich gelangst Du an einen massiven Felsblock. An einigen Schleifspuren am Boden erkennst Du aber, daß man ihn zur Seite bewegen können muß. Du beginnst, die Wand nach dem Schließmechanismus abzusuchen. @5001 026099013 Du kannst und kannst nichts finden, was den Block bewegen könnte. Plötzlich hörst Du, wie sich von hinten jemand nähert. Es sind militärisch strenge Schritte. Verbissen suchst Du weiter. @5001 124599008 Schweiß rinnt Deine Stirn herunter und Deine Hände beginnen zu zittern. Die Schritte kommen immer näher und Du findest nichts. Nun haben die Soldaten Dich wohl bemerkt, es schallen ein paar Befehle und die Schritte kommen schneller auf Dich zu. "Na wen haben wir denn hier ?" Ein großer bärtiger Mann hält Dir ein Schwert vor die Brust. "Los abführen." Zwei andere Soldaten nehmen Dich in ihre Mitte. Du wirst abgeführt. @207-001@5122 000000000 Auf einmal entdeckst Du ein dreieckförmiges Symbol an der Wand. Du drückst in die Mitte des Dreiecks und tatsächlich - der Steinblock bewegt sich zur Seite. Schnell schlüpfst Du hinein. Der Felsen schiebt sich wieder vor den Eingang. Du bist in einem Vorraum. Ein größerer Raum ist durch einen grünen Vorhang abgetrennt. Du hörst ein leises Jammern aus diesem Zimmer. Du schleichst Dich an den Vorhang heran und schielst hindurch. Dies ist wohl das Gefängniss Tandras. Sie liegt auf einer kleinen Pritsche und hat ihren Kopf zwischen ihren Armen verborgen. Du erkennst eine Wache, die neben dem Vorhang steht. Sie hat Dich auch bemerkt ! @21200307002@5001 043599013 Noch bevor Du reagieren kannst, wirst Du auch schon von einem Faustschlag der Wache niedergestreckt. Benommen bekommst Du gerade noch mit, daß der Posten sein Schwert zieht und es über Dir schwingt. @5001 065099005 Du versuchst, Dich zur Seite zu rollen, aber Du bist zu unbeweglich. Blitzschnell saust die Waffe auf Dich herunter und durchbohrt Dich vor den entsetzten Augen Tandras. @205-99@6 000000000 Reaktionsschnell rollst Du Dich zur Seite und springst auf. @5005 000000000 Intuitiv duckst Du Dich und entkommst so gerade noch einem Hacken des Wachposten. @5001 000000000 Ihr steht Euch gegenüber. Der Posten ist klein und gedrungen. Die Tatsache, daß er ein großes Messer hat, macht Deine Situation auch nicht einfacher. Wütend greift er an. @5001 010045013 @5001 060040011 Gewand weichst Du seinen Schlägen aus und rammst ihm Deinerseits die Faust in den Magen. Überascht über den plötzlichen Schlag läßt er die Waffe fallen. Blitzschnell hebst Du sie auf und stößt sie ihm ins Herz. Röchelnd bricht er zusammen. Nach dem Du kurz durchgeatmet hast, drehst Du Dich zu Tandra um. Sie hat sich inzwischen erschrocken aufgesetzt und sieht Dich erschrocken an. Du erkennst, daß sie nicht nur sehr klein ist, sondern auch ein wenig dümmlich aussieht. Du lächelst sie aufmunternd an. "Hab keine Angst. Ich bin gekommen, um Dich zu befreien." @207003@5006 000000000 Ungeschickt versuchst Du, auszuweichen. Der Soldat schlägt immer wieder mit dem Schwert auf Dich ein. Nach kurzer Zeit blutest Du aus vielen Wunden. Benommen sinkst Du zu Boden. Du erkennst, daß Du gescheitert bist. @205-99@6 034099010 Die entsetzte Tandra hat Deinen Worten nicht zugehört. Sie bricht in hysterisches Geschrei aus. Du versuchst sie zu beruhigen, da hörst Du auch schon, wie sich Schritte der Türe nähern. Tandras Rufe haben die Wache alarmiert. Erschrocken fährst Du herum, da stehen auch schon drei schwerbewaffnete Soldaten in der Tür. "Du miese Ratte." schreien sie Dich an, als sie sehen, was Du mit ihrem Kameraden gemacht hast. Sie ergreifen Dich und durchbohren Dich zu dritt mit ihren Schwertern. Röchelnd brichst Du zusammen. @205-99@6 000000000 Ein wenig ungläubig, aber doch beruhigt sieht sie Dir ins Gesicht. "Wer bist Du ?" Ihre Stimme klingt sanft und freundlich. Du blickst ihr in die braunen Augen. "Das tut nichts zur Sache. Komm jetzt mit. Wir müssen hier so schnell wie möglich raus." Du hilfst ihr aufzustehen. Gemeinsam geht ihr zu den Steinblock, der den Eingang versperrt. Du erkennst, daß es genau der gleiche Mechanismus wie auf der anderen Seite ist. Nach kurzer Zeit ist das Symbol gefunden. Leise knarrend schebt sich der Block zur Seite und ihr schlüpft hinaus. Ihr eilt den Tunnel entlang. Tandras Atem geht ruhig und Du hast keine größeren Bedenken, sie hier raus zu bringen. @5001 080023033 Ihr erreicht den Aufgang zur Treppe. Gegenseitig helft Ihr Euch, auf die unterste Stufen zu kommen. Vorsichtig und leise geht ihr die Treppe hinauf und gelangt schließlich zu der kleinen Holztür, der Tür in die Freiheit. @5001 012899009 Du stößt ungestüm die Tür auf und stehst plötzlich einem ganzen Trupp Soldaten gegenüber. Deren Anführer schaut genauso verduzt drein wie Du. Doch er hat sich schneller als Du gefangen. Mit einem Streich mäht er Dich nieder. Zwei seiner Männer haben inzwischen Tandra ergriffen. Durch einen blutigen Schleier vor Deinen Augen erkennst Du, wie sie das Mädchen wieder in ihr Gefängniss führen. Du verlierst das Bewußtsein. @205-99@6 000000000 Vorsichtig öffnest Du die Tür einen Spalt weit. Du siehst, wie gerade ein Trupp Soldaten draußen vorbeipatroulliert. Ein Glück, daß Du die Tür nicht aufgestoßen hast. Du wartest, bis die Wachen vorbei sind und öffnest dann die Tür langsam. Ihr beide schlüpft hinaus. Der Platz ist inzwischen voller Menschen, die sich in den Tempel bewegen. Euch gelingt es problemlos, Euch in die Menge der Gläubigen einzuordnen, so daß man Euch - sollte die Flucht entdeckt werden - nicht mehr findet wird. Nach einiger Zeit brecht ihr wieder aus dem Pulk aus und rennt in die Wüste hinein. Nach ungefähr fünf Minuten haltet ihr an. Du siehst Tandra in die Augen. "Mach es gut. Ich rate Dir, verschwinde aus diesem Land." Tandra lächelt Dich an. "Ich wollte gerade auswandern, als mich Hatschepsuts Truppen festnahmen. Vielen Dank, mein fremder Retter." Sie zieht Deinen Kopf zu sich herunter und küßt Dich scheu auf die Wange. Dann dreht sie sich schnell um und geht weiter in die Wüste hinein. Du bleibst noch ein paar Minuten nachdenklich stehen, dann machst auch Du Dich auf den Weg in die Wüste. @5154 000000000 Plötzlich rumort der ganze Tunnel. Um euch herum fallen größere und kleinere Steinbrocken zu Boden. "Mein Gott. Der Tunnel stürzt ein." Tandra's Stimme überschlägt sich. Du greifst ihren Arm un versuchst, so schnell wie möglich die Treppe zu erreichen. Ihr kommt aber keine zehn Meter mehr weit, da werdet ihr von gewaltigen Steinen neidergeworfen. Du spürst, daß Du Dir zumindest den rechten Arm gebrochen hast und Tandras Wimmern läßt vermuten, daß sie sich auch etwas gebrochen hat. Hilf- und bewegungslos liegt ihr am Boden. Immer mehr Geröll fällt von oben auf Euch herab und bedeckt Euch letztendlich völlig. Tandra hat Glück. Ein gewltiger spitzer Brocken trifft ihren Hinterkopf und tötet sie augenblicklich. Du bleibst mit zerschmetterten Gliedmaßen hier liegen und vegetierst zwei Tage vor Dich hin, bis Du an Deinen Wunden stirbst. @205-99@6 000000000 Du wirst durch verwirrende Gänge und versteckte Geheimtüren geführt. Schließlich wirst Du in ein Zimmer gestoßen, dessen einzige Einrichtung eine Pritsche ist. Auf ihr sitzt eine Frau, die Dich überrascht ansieht. Tabdra ! Du versuchst ihr zuzulächeln, doch es will Dir nicht so recht gelingen. Tandra ist eher klein und wirkt ein wenig dümlich. Wie Du an ihren geröteten Augen erkennen kannst, hat sie vor Angst geweint. Man stößt Dich zu Boden. Zwei Priester betreten den Raum. "Wir müssen uns leider etwas umstellen, holde Tandra." Einer der beiden läßt ein wieherndes Lachen hören. Er zieht ein Fläschen mit einer rötlichen Flüssigkeit aus seinem Kittel. "Damit Du uns keine Schwierigkeiten machst." Er gibt Tandra davon zu trinken. Augenblicklich nehmen ihre Augen einen glasigen Ausdruck an. Nur mühsam kann sie sich noch aufrecht halten. Eine Beruhigungsdroge. Du willst Dich wehren, hast aber gegen Deine Bewacher keine Chance. Schlagartig wird die Welt um Dich herum nebelig und verschwommen. Du willst protestieren, aber Deine Zunge will Dir nicht gehorchen. Man verlädt Tandra und Dich in zwei sarkophagähnliche Kästen und trägt Euch durch verschiedene Tunnel. Plötzlich gelangt ihr in einen riesigen runden Raum voller murmelnder Menschen - der Tempel. Durch den Schleier vor Deinen Augen erkennst Du, wie auf einmal eine unheimliche Gestalt vor Dir steht - ein Wesen mit einem Schakalskopf. Du strengst Dein verstörtes Gehirn an. Es kann nur Königin Hatschepsut sein, die sich als Anubis verkleidet hat. Du siehst, wie sie ein goldenes Schlachtermesser hebt. Du strengst Dich an, um Deine Muskeln unter Kontrolle zu bekommen. @5001 133999005 Benommen gelingt es Dir nicht, Dich zu bewegen. Plötzlich saust das Messer herunter. Du siehst, wie die Klinge in Deinen Hals eintritt, dann verlierst Du das Bewußtsein. @205-99@6 000000000 Angestrengt versuchst Du, Dich zu konzentrieren und es gelingt Dir tatsächlich, die Droge aus Deinem Gehirn zu bekommen. Bltizschnell springst Du auf und aus dem Sarkophag. Wütend schreit Hatschepsut auf. @5001 085099004 Reaktionsschnell reißt sie das Messer herum und rammt es Dir zwischen die Schultern. Röchelnd brichst Du zusammen. @205-99@6 000000000 Sie reißt das Messer herum und stößt nach Dir. Doch glücklicherweise verfehlt es Dich um ein paar Zentimeter. @5005 000000000 Mit einer Art Kriegsgeheul rennst Du an verduzt schauenden Menschen vorbei nach vorne und stellst Dich Hatschepsut gegenüber. @5001 000000000 Hasserfüllt blicken Dich die durch die Maske verdeckten Augen an. "Frevler. Stirb." stößt sie Dir entgegen. Sie hebt ihr Messer und greift Dich an. @5001 064099007 Du versuchst, zur Seite zu springen, da streift ihr Stoß Dein Gesicht. Schmerzerfüllt heulst Du auf. Deine momentane Schwäche nutzend verpasst Hatschepsut Dir einen Schlag in den Unterleib. Röchelnd gehst Du in die Knie. Ein Triumphgeschrei von sich gebend stößt Hatschepsut Dir ihr Messer in den Rücken. In Zeitlupentempo brichst Du zusammen. @205-99@6 000000000 Gewand springst Du beiseite. Hatschepsuts Stoß geht an Dir vorbei ins Leere. Die Wucht des Stoßes bringt sie zum Straucheln, so daß sie vor Dir zu Boden fällt. In dem Gefühl des sicheren Sieges wirfst Du Dich über sie und entwindest ihr das Messer. @5001 124299010 Du spürst, wie sie ihre Muskeln anspannt, um Dich von ihr zu werfen. Schnell rammst Du ihr das Messer in die Brustgegend. Ihr Körper zuckt zweimal zusammen und erschlafft dann völlig. Mit blutverschmiertem Messer stehst Du auf. Entsetzt sehen Dich die Menschen im Tempel an. Vier schwerbewaffnete Wachposten stürzen sich auf Dich und werfen Dich zu Boden. Ein weißgekleideter rattengesichtiger Mann reißt Dir das Messer aus der Hand. "Mörder ! Frevler !" Er stößt Dir die Klinge in den Hals. Qualvoll stirbst Du, Deine Fehler verfluchend. @205-99@6 020045006 @12 Töte Hatschepsut 001 Reiße ihr die Maske vom Gesicht 008 000000000 Du stößt ihr die Klinge in den Magen. Röchelnd und Blut spuckend stirbt Hatschepsut. Ein erstickter Schrei hallt durch den Tempel. Mehrere Leute haben sich mit Steinen bewaffnet und werfen diese nach Dir. "Mörder ! Gotteslästerer !"Unter der Wucht der Steine brichst Du schließlich blutend zusammen. @205-99@6 000000000 Du reißt ihr die Anubismaske vom Gesicht. Zwei haßerfüllte grüne Augen blitzen Dir entgegen. "Wurm ! Mein Volk höre mich an. Dieser Mann ist ein kaltblütiger Mörder ! Ergreift ihn und tötet ihn !" Ihr Stimme ist kalt und emotionslos. Du stehst auf. "Volk Ägyptens. Eure Königin hat Euch betrogen und Anubis gelästert, in dem sie sich anmaßte, sein Äußeres anzunehmen. Ich fordere Euch auf, sie dafür zu bestrafen !" @5001 034599007 Die tobenden Menschen haben Deinen Wort gar nicht mehr zugehört. Wütend stürzen sie sich auf Dich und stechen mit Steinen und primitiven Messern auf Dich ein. Es sind so viele, daß Du keinerlei Chance hast, Dich zu wehren. Deine erstickten Schreie werden immer leiser, bis Du schließlich vom aufgebrachten Volk gelyncht wurdest. @205-99@6 000000000 Das Volk steht unschlüssig da, als plötzlich ein rattengesichtiger Priester spricht : "Volk ! Dieser Fremde hat recht. Dieser Frevel an Anubis darf nicht ungestraft bleiben. Tötet Hatschepsut !" Einige mit primitiven Messern bewaffnete Gläubige stürzen in Richtung Hatschpesut, die aufgestanden ist und mit verkreuzten Armen wütend zusieht, wie ihr Volk sich gegen sie wendet. Von irgendwoher kommen plötzlich bewaffnete Wachen, die die aufgebrachte Menge von ihrer Königin abhalten. Allerdings haben sie es schwer, die wütenden Menschen abzuhalten. Gelassen und kühl dreht sich Hatschepsut um und verschwindet in der Anubisstatue, die an der Wand des Tempels steht. In dem ganzen Durcheinander achtet keiner auf Dich und Tandra. Du sprintest zu dem Sarkophag, in dem sie liegt und reißt sie empor. Sie sieht Dich ohne Verständnis an - wohl die Auswirkugen einer Beruhigungsdroge. Du schlägst ihr zweimal mit der flachen Hand ins Gesicht. "Was ? Wo bin ich ?" Ihr Bewußtsein ist wieder da. Du lächelst sie an. "Gleich in Sicherheit." Du packst sie am Arm und ziehst sie hinter Dir her in Richtung Ausgang. Inzwischen herrscht hier im Tempel en regelrechter Bürgerkrieg. Priester und das Volk kämpfen erbittert gegen die Soldaten Hatschepsuts. Du rennst mit Tandra ein Stück in die Wüste hinein. "Nun trennen sich unsere Wege. Pass auf, daß Du Hatschepsut nie wieder begegnest." Dankend lächelt Dich Tandra an. "Ich werde das Land verlassen. Danke, mein edler Retter." Du lächelst sie an, drehst Dich um und trabst in die Wüste. @207002@5008 000000000 Nachdem Du ein paar Kilometer in die Wüste hineingegangen bist, erscheint vor Dir plötzlich Kharsa. "Nun mein Sohn, wie ich sehe, hast Du Deinen Auftrag nicht bestanden. Nun ja, Du bist am Leben geblieben, es bleibt Dir also die Möglichkeit, es noch einmal zu versuchen." Sie hebt ihre Arme und der entstehende Rauch bringt Euch beide zurück nach Dupatta. @6 000000000 Nach einigen Kilometern, die Du singend und vor Dich hin pfeifend gelaufen bist, materialisiert sich vor Dir plötzlich Kharsas Gestalt. "Sehr gut. Du hast Deinen Auftrag erfüllt. Es wird nicht Dein letzter gewesen sein. Du hast Dich sehr tapfer und klug angestellt." Sie hebt ihre Arme und der entstehende Rauch trägt Euch zurück nach Dupatta. @6