Traders - Anleitung Traders ist eine Handelssimulation auf Freeware-Basis und hat nichts mit dem gleichnamigen kommerziellen Programm zu tun. Mein Traders hieß schon so, bevor das kommerzielle Produkt erhältlich war. Traders ist, wie erwähnt, Freeware, d.h. jeder kann es sich kopieren und benutzen, aber es darf in keiner Form verändert werden und diese Anleitung muß immer mit kopiert werden. Die vorliegende Version des Programms ist die Version 1.1. Sie unterschei- det sich von der Version 1.0, die beim Amiga-Basic-Club Deutschland er- hältlich sein müßte, nur in wenigen Punkten. Der wichtigste Punkt ist, daß die V1.1 nur eine Diskette benötigt (2 bei der V1.0), da sie einen anderen Bildlader benutzt. Der neue Lader spart zusätzlich auch noch Speicherplatz, da die im RAM gehaltenen Bilder nun gepackt vorliegen. Ferner wurden minimale Änderungen im Programm vorgenommen und zwei der Bilder der V1.0 (Sonnenuntergang und Frau) wurden geringfügig verändert. Ferner ist der, in der V1.0 aus Speicherplatzgründen sowieso nur spärlich vorhandene Sound (Sprachausgabe) nicht mehr vorhanden, was aber auch kein Verlust ist. Außerdem ist diese Anleitung völlig neu geschrieben worden. Traders benötigt jedoch nach wie vor 1 MByte RAM, um korrekt (bzw. über- haupt) zu laufen. Ferner ist es aus Copyright-Gründen nötig, den AMIGABasic- Interpreter von der Extras-Diskette von Commodore auf diese Diskette zu ko- pieren. Der Programmstart: Traders muß umbedingt von dieser Diskette gebootet werden,da es sich darauf verläßt, daß in der Startup-Sequence bereits einige Vorarbeiten erledigt werden. Das Programm wird durch Doppelklick auf das mit Traders_Load be- zeichnete Icon gestartet. Nach dem Start wird der Bildschirm blau und die Powerleuchte geht aus. Der Computer erledigt in dieser Zeit einige not- wendige Arbeiten. Nach deren Beendigung geht die Powerleuchte wieder an und man befindet sich im.... Spiel: Es erscheint ein Menue, in dem man die Spieleranzahl einstellen kann. Es können 1-4 Spieler mitspielen. Der Computer kann (noch?) keine Spieler übernehmen. Die Anzahl wird mit der Maus bestimmt, indem man in das ent- sprechende Feld klickt. Klickt man in den unteren Bereich des Bildschirms, wird ein gespeicherter Spielstand geladen. Danach gibt man die Namen der Mitspieler ein und befindet sich auch schon auf dem News-Bildschirm. Hier erfährt man die momentane Preislage und er- hält Informationen über Kursstürze oder Dividendenausschüttungen. Durch Mausklick gelangt man ins Hauptmenue. Außderdem ist der News-Bild- schirm die einzige Stelle im Spiel, wo man einen Spielstand laden oder speichern kann. Das Programm verwaltet nur einen Spielstand, der automa- tisch unter dem Namen Spielstand auf die Spieldiskette geschrieben wird. Hauptmenue: Im Hauptmenue trifft der Spieler seine Entscheidungen für die kommende Runde. Hierzu gibt es 9 mögliche Menupunkte, die mit der Maus angewählt werden können. 1-Flugzeugmarkt: Hier kann man wahlweise Flugzeuge kaufen, bwz. verkaufen. Zum Kauf stehen 6 Flugzeuge zur Wahl, über die man zu- sätzlich noch Informationen abrufen kann. Mit dem Pfeile- Icon kann man zwischen jeweils 3 der 6 Flugzeuge umschal- ten. Anwählen tut man ein Flugzeug, indem man auf seinen Namen klickt und dann die entsprechende Aktion ausführt. Das Verkaufsmenue wird etwas anders bedient. Hier wird mittels Maus ein roter Rahmen über die Flugzeuge bewegt, der das jeweils gewählte Flugzeug kennzeichnet. Durch drücken der linke Maustaste erscheint ein Menü, das über den Wert der Maschine aufklärt und die Verkaufsoption anbietet. Mit dem Pfeile-Icon kann man hier zwischen jeweils 19 der 38 möglichen Maschinen umschalten, wenn man mehr als 19 besitzt. Gekauft wird immer in Frankfurt, aber verkauft werden die Flugzeuge in ihren jeweiligen Standorten. Der Preis einer Maschine richtet sich nach Preislage,Typ der Maschine, Schaden und Marktsituation vor Ort. Es gibt auch Flughäfen in Ländern, wo überhaupt kein Markt für Flugzeuge exis- tiert. Mit Klick auf Exit wird das jeweilige Menü verlassen. 2-Weltkarte : Auf der Weltkarte sind alle Orte der Spielwelt verzeichnet Durch Bewegen der Maus über die Orte werden deren Namen sichtbar. Klickt man auf einen der Orte sieht man die theoretisch möglichen Verbindungen solange, bis man die Taste wieder los läßt. Mit Exit kehrt man ins Hauptmenü zurück. 3-Piloten : Hier kann man das Gehalt der Piloten einstellen, das diese jede Runde erhalten sollen. Das Gehalt wird pro Flug fäl- lig, d.h. für am Boden bleibende Maschinen wird nichts abgebucht. Je besser die Piloten bezahlt werden, desto ge- ringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie streiken, oder ein Bruchlandung machen. Das Gehalt wird mit den Plus-Minus-Icons und der Maus ein- gestellt; Exit beendet die Einstellungen. 4-Sabotage : Hier bietet sich die Möglichkeit, die Flugzeuge aller Mit- spieler, also auch die eigenen, zu sabotieren, d.h. sie zu beschädigen. Hierzu gibt es vier Gruppen, die je nach Lohn unterschiedlich sicher und gut arbeiten. Eine billige Gruppe macht weniger Schaden und wird leichter entdeckt, als eine teure. Bei Entdeckung des Sabotageversuchs werden 150.000 DM Strafe fällig. Sabotage ist nur einmal pro Run- de möglich. P.S.:Rethen ist ein Ort nahe Hannover 5-Flugziele : Der wichtigste Menüpunkt, denn hier wählt man die Flugzie- le und die Ladung seiner Vögel aus. Die Auswahl funktio- niert dabei ähnlich wie beim Verkauf. Hat man ein Flug- zeug ausgewählt, kann man die einzelnen Ziele und Güter mit der Maus anklicken und durch klicken auf Okay beste- tigen. Das Flugzeug wird danach sofort beladen und steht somit für keine weiteren Aktionen zur Verfügung. Wird als Zielort der Standort angegeben, wird das Flugzeug jedoch nicht beladen und steht weiterhin zur Verfügung. Auch dieses Menü wird mit Exit verlassen. 6-Börse : Hier kann man Aktien kaufen (Pfeil nach oben) und verkau- fen (Pfeil nach unten). Durch klicken auf die Anzahl der Aktien werden alle Aktien dieser Firma verkauft, die der Spieler besitzt. Die Aktienkurse richten sich nach den transportierten Gütern (wird oftmals am Namen der Firma deutlich) und sich ferner normalen Schwankungen unterlegen Die Anzahl der Aktien, die jeder Spieler von einer Firma erwerben kann ist auf 150 Stück begrenzt. 7-Reparatur : Hier können die Flugzeuge gegen Geld repariert werden. Näheres hierzu wird aber beim Anwählen des Menüpunktes erläutert. Die Bedienung ist identisch mit dem Verkaufen. Die zu reparierenden Prozente werden durch Klicken in das Prozentkästchen eingestellt und mit Okay bestetigt. Nicht alle Flughäfen bieten einen Reparaturservice und alle sind unterschiedlich teuer. 8-Finanzen : Hier kann man sich eine Übersicht über seine Finanzen be- schaffen, sowie Kredite aufnehmen. Die Finanzübersicht zeigt alle Werte, die der Spieler be- sitzt an. Der Wert der Flugzeuge ist hierbei pauschal be- rechnet und stimmt nur ungefähr mit dem tatsächlichen Wert überein. Das Programm kennt zwei Arten von Krediten: den Bankkredit und den beim Kredithai. Der Bankkredit verlangt Sicherheiten vom Spieler in Form von Flugzeugen. Er wird je nach Wert der Flugzeuge verge- ben und ist auch teilweise rückzahlbar. Der Kredithai gibt 250.000 DM ohne Sicherheiten, aller- dings sind hier die Zinsen höher und der Kredit muß in einem Stück zurückgezahlt werden. Der Menüpunkt Versteigerung ermöglicht es einem Spieler, daß Spiel vorzeitig zu beenden. 9-Exit : Dieser Menüpunkt wird dann angewählt, wenn ein Spieler alle Aktionen für diese Runde beendet hat. Die Auswertung: Nach dem Anwählen von Exit im Hauptmenü erhält der Spieler eine Übersicht über Ereignisse und Zins-, sowie Gehaltszahlungen. Dieser Bildschirm wird durch einfaches Drücken der linken Maustaste verlassen. Manchmal bietet sich hier die Möglichkeit für ein Tauschgeschäft, das aber erst ab einer C-47 sinnvoll möglich ist und erst ab der Herkules wirklich einen Vorteil bringen kann. Wenn alle Spieler ihre Entscheidungen für die Runde getroffen haben, dann erscheint das Bild mit dem Sonnenuntergang. Es kann nicht weg- geklickt werden, denn der Computer errechnet an dieser Stelle die globalen Auswirkungen der Aktionen. Nach dem Ende dieses Rechenvor- ganges verschwindet das Bild von allein und die Zeitung erscheint wieder. Ab der 2.Runde erhalten die Spieler zu Beginn jeder Runde eine kurze An- zeige über den Gewinn der Flüge, der sich nur aus Erlös minus Gehalt der Piloten zusammensetzt, d.h. Zinsen u.ä. werden hier nicht berücksichtigt, sondern sie werden einfach vom Kapiatl abgezogen. Spielende: Das Spiel ist beendet ,wenn ein Spieler mehr als 2 Milliarden an Gesamt- kapital (Aktiva + Passiva) erwirtschaftet hat oder wenn alle Spieler durch Pleite oder Aufgabe aus dem Spiel sind. Pleite geht ein Spieler, wenn er zu viele Schulden macht, die nicht durch die Bank abgesichert sind, d.h. mit anderen Worten, bei der Bank kann man soviele Schulden machen wie man gestattet bekommt, aber das Gesamtvermögen darf nicht allzu weit unter 0 sinken, wobei die Bankschulden hier jedoch nicht berücksichtigt werden. Anmerkungen: Durch das Zusammenpacken des Spieles auf eine Diskette geht auf der Disk natürlich mehr Speicherplatz verloren, als das bei der Version 1.0 der Fall war. Daher könnte es theoretisch vorkommen, daß der Speicher- platz auf der Disk nicht für einen etwas umfangreicheren Spielstand ausreicht. Ich empfehle daher, sich eine Kopie der Spieldiskette anzu- legen und auf dieser diese Anleitung zu löschen. Der Spielstand paßt dann mit Sicherheit noch auf die Diskette. Das Programm ist meines Wissens nach fehlerfrei. Sollte dennoch ein Fehler auftreten, den der Basic-Interpreter abfangen kann, so bietet das Programm die Möglichkeit den Fehler zu ignorieren (Egal) oder es versucht den Spielstand unter dem Namen S.O.S. (Menüpunkt SOS) auf die Diskette zu schreiben. Ich hoffe, daß diese Anleitung besser ist, als meine erste, die ich ex- trem nachlässig verfasst habe. Ich entschuldige mich ferner für die vielen Rechdschaipfäller und die grauenhafte Kommasetzung, die mir beim nochmaligen überlesen unange- nehm auffiel. Danksagungen: Ich danke in erster Linie Markus Klein für die Bereitstellung der Vor- lagen für die Flugzeugbilder, ohne die ich diese niemals hätte zeichnen können. Mein Dank geht ferner an Dirk Samuelsson für das bereitwillige Austesten dieses Programms und für einige Tips und Anregungen. Ferner danke ich Jens (Charlie) Harmeling, der mich, obwohl er das Programm nicht leiden kann, immer zum Weitermachen angehalten hat. In diesem Sinne: Viel Spaß beim spielen.... Bobo im Mai 1991 Meine Adresse: Helge Förster Hohenrode 10 3014 Laatzen 1