Meine (YGAR) Gedanken gegenüber Daten-Autobahn von Georg Windisch. Hallo Georg, Klar, wenn Du die Daten via Modem von Internetzanschlusse haben willst dann kann es einem teuer zu stehen kommen, aber vergiß bitte nicht, es gibt bald andere Möglichkeiten, und wenn die Möglichkeiten Sinnvoll benutzt werden dann währe die Betrachtung Datenautobahn wohl eine Möglichkeit ! Ich bestreite ja nicht, daß es zukünftig anders aussehen kann. Übrigens, die Grundgebuhren hier in Köln um einem Einstieg ins Internet zu machen betragen (zur Zeit) 40 DM im monat, auch muss man nicht unbedingt mehr Online sein, man hollt sich Online ein Verzeichnis irgendwo und kann dann in Rühe zuhause ohne weitere Kosten aussuchen was man davon haben will. Ich kenne Leuten die Internet Anschluß billiger finden wie ganz normale Mailboxen. Die Basisareas sind erheblich erweitert, Mensch bekommt also mehr für sein Geld zu sehen. Falsch. Der Mensch bekommt zwar mehr zu sehen, aber nicht für sein Geld, sondern für viel mehr seines Geldes. In 3 Wochen haben wir 1996. In Deinem obigen Beispiel bezahle ich schonmal 40.- Grundgebühr. Jetzt vergessen wir aber nicht die unverschämten Preiserhöhungen der Telekom, wodurch die Kosten weiter steigen. Und Dein Provider will ja auch noch Gebühren für Onlinezeit, Downloadfreiraum usw. Sicher werden die Preise irgendwann weiter fallen, aber derzeit ist das Ganze einfach zu teuer: Ich frage mich einfach, wieviel möchte ich dafür ausgeben, um mich schnell über irgendwas zu informieren? Abzüglich Grundgebühr bezahle ich momentan rund 150.- allein für Telefongebühren. Das meiste davon sind Gebühren für den Point, der sich leider in der Regionalzone befindet (Oberbayern ist in der Hinsicht Entwicklungsland). Klar, solche Anschlusse gibt es nicht überall, ich hier in Köln kann schon aussuchen zwischen 3 Providers, billigster ist 30 DM Monatsgebuhr, teuerste ist 40 DM. Solange man nicht in die Areas geht die nebenbei noch bezahlt werden mussen, kann ich dort jedes Programm, jedes Bild, naja, egal was finden. Ein kleines Vorbild, ein Freund zeigte mir mal wie man mit Internet umgeht. Man schickt eine Suchaktion raus (das Wort war Alk und Alc), kostenpunkt ist eine Einheit Telefon Gebuhren, nach eine Stunde, oder am nächstem Tag wie man Lust hat geht man nochmal rein, man bekommt dann eine Liste mit alle möglichen Daten wo es um Alc oder Alk geht. In Rühe sucht man sich aus was man haben will, rüft nochmal an und schickt die Liste hoch, spätenstens am nächstem Tag (wenn die Leitungen nicht zuviel blockiert sind) hat man so alle gefragte Dateien... Wie geht das in der Mailbox ? Da muss man Bretter bestellen und hoffen das man mal etwas über Alk oder Alc schreibt, öft muss man Tagenlang ein Brett Pollen wo dann meistens nur unwichtige Dingen drin stehen... Ich kann da leider keinen Vorteil sehen. Ich habe hier im Point täglich an die 1000 Nachrichten. Davon lese ich ca. 10. Also sind 99% überflüssig meinst Du? Das passiert einem im Onlinedienst nicht? Was nützt mir die Liste, ich weiß ja dann immernoch nicht, ob der Artikel xyz zu dem Thema auch interessant ist! Das heißt also, ich muß ja nach wievor den Text erstmal downloaden. Einen weiteren Punkt hast Du ja schon genannt: der Kapazitätsengpass. Das Internet ist derzeit ja schon überlastet, da ja jeder gerne kassiert, aber nicht investiert. Ich sehe nicht ein, einem Provider 30.- Grundgebühr zu bezahlen, der eine vorhandene Einrichtung nutzt (aufgebaut wurde das Internet schließlich nicht vom Provider, sondern Unis, den Staaten usw.), um dann die meiste Zeit darauf zu warten, bis sich wieder ein Bildchen aufgebaut hat. Klar, über Mailbox kann man sich auch ne Liste schicken lassen, zum Beispiel von der Uni in Stuttgart, aber es sind mehrere Anrüfen notwendig bis man dann endlich mal was interessantes gefunden hat, sicher wenn man sich nicht alzu genau auskennt mit der Brett-Verwaltung (Areas) des Computers in Stuttgart oder eben andere Uni-Computers, zum Beispiel von Köln... Die Index-Datei von Stuttgart war letztens 12 MB groß, die kann man sich fast nicht holen lassen von eine Mailbox ohne das der Sysop Dir sehr viel Ärger macht :) Diese Listen sind auch völliger Blödsinn! Sie nutzen ja eben nichts! Erst wenn ich das File auf meiner Festplatte habe, kann ich über den Nutzen entscheiden. Wenn ich was bestimmtes suche, habe ich billigere Möglichkeiten: - Einfach mal im Netz nachfragen - CD-Rom (z.B. Meeting Pearls für 15.-, oder Aminet für 20.-) Übrigens, man braucht kein ISDN-Anschluß um ins Internet zu gehen, allerdings wenn man vieles haben möchte währe dies der einzig richtigen weg, das ist schon klar. Nur wer ist denn so Jeck wie ich sich da alles zu holen was eventuell mal interessant sein könnte :) Und wenn ich nach Belgien gehe und weiterhin in Deutschland pollen möchte dann werde ich so einem Internet-Anschluß wohl gut gebrauchen können :) Aber das ist nunmal nicht unbedingt eine Voraussetzung ! Du meintest an ende des Briefes das die Leuten eher zur private Hobby-Netzen gehen wurden als das Internet zu benutzen, nun ich glaube das Du da falsch liegt. Alle die zur Zeit zur Uni gehen und die interesse haben an Computers haben meistens auch die Möglichkeit sich an der Uni einem Internet-Anschluß zu besorgen, meistens gratis... Ohje :-) Erstmal redest Du hier von einer Minderheit, die zweitens einen KOSTENLOSEN Anschluß nutzt. Frag die dochmal, ob die sich das auch privat leisten würden ;-) Derzeit ist das Internet in aller Munde, aber nicht wegen der Vorteile, sondern weil a) die Freaks (= Minderheit) darauf schwören: "...tolle Sache ey, und kostet mich an der Uni keinen Pfennig :-)..." und b) natürlich viel Werbung gemacht wird. In eine Mailbox kommst mit nem alten Amiga 500. Versuch das bitte mal mit dem Internet. Du mußt also investieren, da wieder mehr Hardwarepower gefragt ist. Also die Jungs und Mädels wissen nicht wiehoch die Kosten sind, aber benutzen diesen Anschluß sehr gerne, weil so ein ständigen Kommunizieren mit Amerika oder Japan oder wohin auch immer möglich ist. Einmal von der Schule weg fehlt diese Art von Kommunikation, und man sucht sich neue Wegen, zum Beispiel gibbet hier eine Box die Internet anbietet für 40 DM pro Monat, man darf egal wieviel aus dem Internet holen, der Grundpreis bleibt gleich. Eventuellen mehr kosten entstehen nur wenn man sich in Privaten Anschlusse rumsehen will, doch diese sind meistens durch die Kids bekannt und stellen deswegen kein Problem mehr dar. Die Box hat nur wenige Anschlussen, dennoch kann dieser Kerl es weitermachen, das wird dann wohl heißen das er damit genug verdienen kann, oder ? Und wenn der damit überleben kann dann werden es wohl bald einige mehr geben die dieses mitmachen wollen... Nun aber weiter zum Daten-Autobahn, erinnerst Du Dich noch an Pro 7 und die Leitung die nur Computerdaten gesendet hat, auf dem gleichen Kanal ? Ja, ich habe das ja selbst unterstützt :-) Astra E ist bereits in seinem Umlaufbahn, soll Digital arbeiten, auf einem Kanal sollen 10 Fernsehsenders laufen können, und da sowieso Digital, währe es in prinzipe ganz einfach um Computerdaten rüber zu schicken, einige Senders schon denken darüber nach, wollen die Kunden mehr bieten als nur Fernsehen, andere Senders werden das Prinzipe ausarbeiten von Du wählst denn Film, wir senden diesen Film... Also währe es doch auch möglich um zu sagen, Du wählst ein Programm/Text, aus dem Internet, Du bekommst dein Programm/Text... Ein digitaler Kanal ist nicht auf eine bestimmte Anzahl von Fernsehsendern ausgelegt, hier verwischt die Werbung wieder einiges! Ein digitaler Kanal auf Astra kann eine bestimmte Bitmenge pro Sekunde ausstrahlen. Mit dieser Bitmenge kann ich nun machen was ich will: - Einen Fernsehkanal mit super Qualität und zig Radioprogramme - 2 Kanäle mit guter Qualität und einigen Radioprogrammen - ... - 10 Fernsehkanäle mit besch******* Qualität. Natürlich kann man das so machen wie Du sagst. Aber... Ok, Du wirst bestimmt eine Codekarte benötigen, aber via diese Codekarte könnte man dann (hoffentlich) Auswählen welchen Film oder was man haben will aus dem Internet. ... die machen das nicht kostenlos. Das Ganze hat doch nur Sinn, wenn es für einen Massenmarkt tauglich ist. Das ist es derzeit (und auch mittelfristig) weder preislich, noch strukturell, noch von der Ausstattung der Leute, und schon gar nicht von deren Wissensstand. Damit meine ich, die meisten haben schon Probleme mit dem Videorekorder. Wir dürfen nie den Blick für die Masse verlieren. Ich befasse mich hobbymäßig schon fast 10 Jahre mit Computern, habe in der Zeit einiges Wissen angesammelt. Trotzdem schreckt mich beim WWW bereits die Einarbeitung, denn ich stehe ganz einfach auf dem Standpunkt, daß heutzutage eine Software für den User da sein muß, und nicht wie bisher, der User erstmal ein Studium absolvieren muß! Man spricht in diese Verbindung auch von Setup-Boxen am Computer anschließbar, Großere Festplatten werden immer billiger Kosten, Kosten, Kosten und kein Ende... Also meiner Meinung nach ist eine Daten-Autobahn nicht mehr etwas exotisches sondern in diesem moment schon realisierbar ohne viel kosten, schließlich stehen neben dem Film dem man sich gerade anschaut noch einige weitere Kanälen (Musik) zur verfügung, werden nur zur Zeit noch nicht so genutzt, aber diese weiterhin nicht zu benutzen währe doch ziemlich Blöd, oder ? Irgendwann in der nächsten Zukünft wird man daran denken das es sehr viele Computers da draußen gibt, sicher wird das alles am Anfang zumindest ziemlich viel kosten, ich schätze mal das die DPA erstmal diesen Weg gehen wird, die kosten werden dann gedeckt durch eine Code, dann werden weitere folgen und bald haben wir das ganze Internet via dem Fernseher. Nein, die Kosten werden erstmal zu hoch bleiben. Den außer Gebühren für Telekom, Provider, Pay-TV usw. und Kosten für Settopboxen, Festplatten usw, muß man ja auch noch sein normales Leben finanzieren. Ich will das Ganze sicher nicht verteufeln. Wie gesagt, ich bezahle derzeit 150.- monatlich an Telefongebühren. Aber das bezahle ich nur, weil es mein Hobby ist. Aber so wie von den Leuten gedacht, soll das Internet schließlich kein Hobby sein, sondern eine ganz normale, aber schnelle und umfassende Informationsquelle für jedermann sein. Und wieviel will man dafür ausgeben? Ich persönliche würde so 20.- im Monat ausgeben wollen, aber nicht mehr. Ist natürlich alles Utopi was ich hier schreibe, aber ich weis das es Menschen gibt auf diese Welt die auch so darüber Nachdenken. Pro 7 hat angefangen, nur hat man das ganze falsch angefangen, man hätte eine Kiste verkaufen mussen und dann jährlich eine Codekarte dazu, dann hätte man genügend Geld damit verdienen können um weiter zu machen, und ich bin sicher das wenn ich auf so eine Gedanken kommen kann das es da draussen weit mehr Menschen gibt die auch so darüber denken, und das ganze vielleicht (hoffentlich) noch weiter überdenken sodaß es im zukünft ohne Probleme angewandt werden kann. Das hoffe ich ja auch, aber derzeit sind die Anbieter eben noch zu sehr mit absahnen beschäftigt, der Hoffnung auf die schnelle Mark. Es lebe denn Fortschritt, dadurch das jetzt in der Unis schon Internet besteht wird es bald auch andere Möglichkeiten geben damit allen die Möglichkeit von Internet bekommen :) Die Unis hatten schon immer Internet. Das Internet war ursprünglich ein geschlossenes Netz des amerikanischen FBI. Das Netz war aber an die amerikanischen Unis angeschlossen (zwecks Informationsaustausch). Da aber in Unis zwangsläufig auch Studenten sind, und die auch viel Unfug im Kopf haben (Hacker), gab das FBI das Netz auf (wegen fehlender Geheimhaltung), und die Unis machten weiter damit. Das das Ganze aber fast ausschließlich textbasiert war und sehr schwer zu bedienen, war der Bekanntheitsgrad gering. Erst jetzt durch das WWW, was ja nichts anderes ist als eine Mausoberfläche fürs Internet, kann das jeder PC-Benutzer nutzen - und dafür bezahlen ;-) YGAR of A&M Georg