Autor: [Andreas Neumann] Ausserirdische Jetzt fang ich mal eine Diskussion an, mal sehen, ob wir hier Schwung in den Brei bringen... Hehehehe. :-) Es geht um die lieben Außerirdischen, die von Thomas Hollweck in Power-Brei 12 mal wieder als Erklärung für "Unerklärliches" herangezogen werden. Meiner Meinung nach sollte man doch aber lieber sachlich bleiben und erst einmal überlegen, ob das ach so "Unerklärliche" nicht doch auf etwas realistischerem Wege erklärt werden kann. Die Ausflucht, nur Außerirdische könnten für etwas verantwortlich sein, erscheint mir doch sehr gewagt. Wenn man schon so die Fantasie heranzieht, wie es ein Erich von Däniken zum Beispiel tut, warum schiebt man die "Schuld" für die "seltsamen" Bauten und Erscheinungen nicht zuerst auf Menschen, die aus der Zukunft kommen (Zeitmaschine und so)? Im Prinzip eine genauso kindisch anmutende These wie die der Außerirdischen, aber 1. dürfte der technische Aufwand für schnelle interstellare Reisen - wie für außerirdische Besucher - in etwa mit dem für eine Zeitmaschine benötigten übereinstimmen, oder? (Smile) und 2. liegt es doch näher zu vermuten, daß sich Menschen für die Vergangenheit ihres Planeten interessieren, als irgendwelche glatzköpfigen 3m-Wesen sich für einen kleinen, staubigen Planeten erwärmen können... Aber das nur, wenn man schon unbedingt die Science-Fiction heranziehen muß. Es sprechen meiner Meinung nach noch einige andere Überlegungen gegen Besucher von irgendwelchen Planeten. So zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, daß sich intelligentes Leben im Weltraum entwickelt. Diese ist nämlich verschwindend gering!! Das Weltall ist nach heutiger Ansicht keineswegs unendlich groß und die Bedingungen, die vonnöten sind, daß ein Planet, wie die Erde, mit einer Temperatur und atmosphärischen Bedingungen (auch Wasser), die für das Entstehen von Leben auf Kohlenstoffbasis benötigt werden (und bis jetzt kennt man eben nur solches Leben), entsteht, sind dermaßen viele und voneinander abhängige, daß die Wahrscheinlichkeit stark gegen 0 geht. Deshalb ist auch die Existenz der Erde ein WUNDER (auch wenn manche es nicht kapieren, und sie beständig kaputt zu machen trachten). Und wenn man jetzt auch noch behauptet, daß dieser seltsame Zufall ZWEIMAL innerhalb von - im galaktischen Maßstab - kurzer Zeit eintrat, dann ist das doch sehr gewagt. Überhaupt, der Begriff der Zeit spielt auch eine sehr wichtige Rolle. Die Menschheit ist jetzt ein paar Milliönchen Jahre (1-2) alt. Nehmen wir an, daß eine intelligente Zivilisation auch nur 5 oder 6 Millionen Jahre vor der Menschheit entstand (und was sind schon die paar Millionen Jahre galaktisch gesehen!!!!). Nun zeigt sich, daß Bevölkerungen exponentielle Entwicklungen durchlaufen, d.h. die Vermehrung ungehemmt und drastisch ansteigend verläuft. Eine intelligente Zivilisation müßte also einen - alle Zugehörigen umfassenden - Konsens über einen Null-Zuwachs der Bevölkerung getroffen haben, sonst wäre das Universum RANDVOLL!! Noch ein unwahrscheinlicher Punkt also. Das sollte erst mal genügen. Der Griff nach den Außerirdischen erscheint mir doch SEHR gewagt. Um es klarzustellen: ich leugne nicht die Möglichkeit der Existenz außerirdischer Intelligenzen, doch halte ich die tatsächliche Existenz für SEHR unwahrscheinlich und den Versuch, ungeklärte Phänomene mit ihnen zu erklären, für die Kapitulation der Intelligenz. Zu den "ach so tollen" Zukunftsforschern noch etwas: neben Däniken macht ja auch noch der Herr v. Buttlar kräftig Kohle mit den Stories um Außerirdische. Jener war auch einmal "Angeklagter" auf dem "Heißen Stuhl" von RTL. Thema waren die "unerklärlichen" Kornkreise. In dem Zusammenhang machte Buttlar deutlich, daß Untertassen nicht für diese Kreise verantwortlich sein könnten, da über manchen Feldern ja Stromleitungen hingen, die UFOs also gar nicht hätten landen können... Smile! Da brechen sie die Gesetze der sämtlichen bekannten Physik und schaffen es nicht, an ein paar Drähten vorbeizukommen. Da fragt man sich doch: will der Typ uns nicht alle vera......?